Schön und nützlich: Der Weißdorn

Schön und nützlich: Der Weißdorn

Auf sicherer Seite bewege man(n) – bzw. Frau – sich mit der Einnahme von Weißdorn. So steht es im Fachbuch „Die Heilkraft der Pflanzen“, das im Falken-Verlag publiziert wurde: „Leichte Formen der Herzschwäche werden heute erfolgreich mit den Blüten und Blättern des bei uns heimischen Strauches behandelt!“

Dabei werde, wie Apothekerin Susanne Poth anmerkt, die Durchblutung des Herzmuskels gefördert:

Mehr als „nur“ ein Heilstrauch!

Doch der Weißdorn ist eben mehr als nur eine Heilpflanze, sondern auch ökologisch von großer Bedeutung. Zwar sieht auch das Fachportal „mein schönes Land“ hier einen Strauch mit Heilwirkung, der freilich ebenso als Schutzgehölz für Tiere von Belang ist.

Tatsächlich finden in den dornenbewehrten Ranken zahlreiche Vögel und Kleintiere einen Nistplatz und ein sicheres Quartier. Denn hier wird sich kein Stubentiger hinein wagen.

Zudem werden die Früchte von Bilchen und unseren Gefiederten gerne verzehrt: „Rote Früchte locken Tiere an“, titelt daher der NABU Baden-Württemberg und geht davon aus, dass die Hecken auch noch äußerst langlebig sind und viele hundert Jahre alt werden!

Willkommen im Insektenhotel:

Zudem stellen Weißdornhecken meist ein wahres Insektenhotel dar, in dem Falter und Bienen ein und ausfliegen. Ja, die nektarreichen Blüten würden allerhand Insekten anlocken, bestätigt der NABU und weiß, dass die Blätter des Strauchs zudem bei etlichen Schmetterlingsraupen der Hit sind.

Damit wird der Weißdorn zu einer wichtigen Leitpflanze im Insekten- und Kleintierschutz. Einer gut besuchten „Herberge“, in der unzählige Insekten und allein über 50 (!) verschiedene Raupenarten leben.

Zudem ist der Weißdorn, wie oben bereits angedeutet, äußerst zäh und pflegeleicht und damit auch für den Garten sehr interessant. Auch optisch, da nicht nur die weiße Blütenpracht im Frühling einen echten Hingucker darstellt. Schließlich können sich auch die Laubfärbung im Herbst sowie der Fruchtbehang, der bis hinein in den Winter für rote Farbtupfer im Garten sorgt, durchaus sehen lassen. Zumal hier, in der Weißdorn-Hecke, aufgrund der ständig umherschwirrenden Vögel stets was los ist:

„Er hat einen großen Nutzen für die Tierwelt als Bienen- und Vogelfutter“, beschreibt daher die NABU Ortsgruppe Bretten mit dem Weißdorn ein äußerst wichtiges Wildgehölz. Eine Pflanze, die in keinem Garten fehlen soll.

Hier muss der Weißdorn weder besonders gedüngt noch aufwendig gepflegt werden. Denn ein Rückschnitt ist einfach und wird problemlos vertragen. Ebenso, wie halbschattige Lagen toleriert werden!

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