Pudel 5 Monate mit Spielzeug

Sind Tiere menschlicher, als viele von uns ahnen?

Bereits der bekannte Verhaltensforscher und Autor Vitus B. Dröscher untersuchte die menschliche Seite unserer Haus- und Wildtiere …

Unter anderem vertrat Dröscher (1925 – 2010), der vor allem für seine populärwissenschaftlichen Sachbücher berühmt war, dabei die These („Wie menschlich sind Tiere?“ / Ullstein Verlag), dass viele Gazellen eines jeden Löwen Tod sind.

Ja, in der Gruppe bzw. als Herde könnten auch vermeintlich schwache (Beute) Tiere ihre Stärke entdecken und dann – in geschlossener Formation -, gegen Raubtiere mobil machen. So scheinen größere Trupps von Gazellen oder Zebras bisweilen selbst einen Löwen das Fürchten zu lehren.

Ganz zu schweigen von den Giraffen, deren Tritte auch für den König der Tiere zu einer Gefahr werden.

Von Giraffen, die wie Kickboxer zutreten:

Tatsächlich kann ein gut gezielter Tritt einem Löwen oder einer Hyäne den Schädel spalten, so dass die meisten Jäger einer Giraffen-Mama, die ihr Jungtier vehement und unter Einsatz ihres eigenen Lebens verteidigt, tunlichst aus dem Weg gehen.

Kein Wunder also, dass die Giganten der Savanne angesichts umherstreifender Raubtiere in der Regel nur mäßig besorgt scheinen. Zumal Giraffen auf ihren langen Beinen, die ihnen notfalls eine enorme (Tritt)Reichweite verschaffen, auch noch äußerst behände und bis 50 Stundenkilometer schnell sind!

Zudem nehmen Giraffen nahende Feinde meist frühzeitig wahr. Ähnlich dem Afrikanischen Strauß, der sehr gerne mit Zebras und Antilopen ein Zweckbündnis eingeht. Eine Art „Aufklärungseinheit“, von der beide Seiten profitieren:

Schließlich können die Laufvögel, die bis 1,90 Meter groß werden, die Savanne weit überblicken, während Zebras oder Antilopen mit ihrem extrem empfindsamen Geruchssinn Raubtierwitterung bereits frühzeitig wahrnehmen. So können beide Arten voneinander profitieren und ihre ureigenen Stärken und Sinne miteinander kombinieren.

Apropos, Stärke: Der Strauß selbst besitzt an seinen Füßen dolchartige Krallen, die im Nahkampf auch für einen Löwen oder Leoparden zu einer tödlichen Gefahr werden!

Wenn Tiere von Eifersucht und anderen menschlichen Gefühlen geplagt werden:

Dass Tiere nicht nur im Überlebenskampf erfinderisch sind, sondern durchaus auch von menschlichen Gefühlen geplagt werden, bestätigt nun die beliebte Programm-Zeitschrift Funk Uhr. Hier verweisen die Autoren unter dem Motto „Was für ein Hundeleben“ auf Forscher in Kalifornien, die enthüllt haben, dass „Bello“ auch eine Eifersucht nicht fremd ist:

Tatsächlich würden sich viele Hunde, wenn ihr Herrchen oder Frauchen mit einem Stofftier kuschelt, rasch vernachlässigt fühlen und zwischen ihre Menschen und diesen vermeintlichen Nebenbuhler drängen. Und den notfalls auch weg beißen.

Die Eifersucht unserer Hunde kann also auch rasend sein. Und wird vermutlich umso stärker, je lebensechter der Rivale um die Gunst des Rudelführers daher kommt!?

Ähnliche Reaktionen lösen, so die Studie, freilich auch Bücher oder Zeitschriften aus, wie viele von uns schon einmal am eigenen Leib erlebt haben. Schließlich versuchen viele Hunde, sich zwischen die Lektüre und ihre Menschen zu drängen, sobald diese auf einem Sofa oder Sessel mit einer Zeitschrift oder einem Buch Platz nehmen. Meist, indem sie einfach auf unseren Schoß springen und uns zum spielen animieren … Tiere scheinen also durchaus menschliche Züge zu haben. Eine emotionale Seite, die auch immer wieder in den einschlägigen Foren diskutiert wird. Denn auch Pferde scheinen, beim Kuscheln mit ihren Menschen, gewisse Besitzansprüche zu hegen und schnell neidisch zu werden.

Das ZDF fragte sich sogar schon einmal, wie menschlich Meerschweinchen sind. Könn(t)en also auch den kleinen Nagern unterschieche Naturelle und Persönlichkeiten nachgesagt werden?

Viele Halter und Züchter werden dies vermutlich bestätigen!

Hunde lieben ihr eigenes Spielzeug, scheinen aber, wenn wir Menschen „fremdgehen“, sprich: intensiv mit einem Plüschtier spielen, durchaus gereizt zu reagieren!

Foto: Peter Hoffmann

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