Sind wir demnächst 9 Milliarden?

Der Begriff mag zynisch klingen. Schließlich sollte doch keine Geburt – immerhin der Anfang eines neuen Lebens -, mit dem kriegerisch anmutenden Vokabular einer „Explosion“ verknüpft werden …

Dennoch ist die Bevölkerungsexplosion eine gängige Definition, die sogar in der Entwicklungshilfe und von Experten benutzt wird. Auch allgemeinen Online-Lexika wie Wikipedia befassen sich längst mit dieser Thematik, wissen, dass das Problem von niedrigen Sterbe- und hohen Geburtenraten noch einmal verschärft wird:

Was bereits Grzimek gewusst hat?

Tatsächlich scheint die Weltbevölkerung, vor allem in den Entwicklungsländern, stetig zu wachsen und glauben viele, dass wir mit unserer rasanten Zunahme auf diesem Planeten längst ein gewaltiges Problem haben.

So sprach („Kein Platz für wilde Tiere“) der bekannte Tierfilmer und Afrikareisende Bernhard Grzimek sogar von einer krebsartigen Wucherung der Menschheit, die nicht nur die Tierbestände und Ökosystem gefährdet, sondern auch die Politiker vor ein Problem stellt.

Daher gibt es heute mancherorts drastische Maßnahmen, um die Geburtenraten zu regulieren und damit die Zunahme an neuen Erdenbürgern zu begrenzen. So hat China die „Ein-Kind-Ehe“ propagiert und beklagen die Medien und Menschenrechtler hier eine Politik, die auch vor erzwungenen Abtreibungen nicht zurückschreckt.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte sieht hier, im Reich der Mitte, unhaltbare Zustände, „einen massiven Eingriff in die Privatsphäre und das Selbstbestimmungsrecht der Menschen“, der nach westlichem Verständnis nicht hinnehmbar ist.

Und dennoch müssen wir einsehen, dass wir mit dem rasanten Bevölkerungswachstum allmählich ein Problem haben.

Mangel- und Fehlernährung nehmen zu!

So leben nach Auskunft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft derzeit rund 7,3 Milliarden Menschen auf der Welt. Wachstum inklusive, denn bis zum Jahr 2050 dürfte die Kopfzahl auf ca. 9 Milliarden Menschen anschwellen. Die „Welt“ sah daher bereits 2011, in der 7 Milliarden-Marke, ein Problem. Ja, die Menschheit befinde sich in einem ihrer größten demographische Umbrüche und habe, mit ihrem rasanten Wachstum, ein Problem.

So sieht es auch die Welternährungsorganisation FAO, die eine steigende Nachfrage nach Lebensmitteln prognostiziert. Dabei ist ausreichend Nahrung nach Ansicht von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ein verbrieftes Menschenrecht. Doch wie soll das, angesichts der kommenden 9 Milliarden, verwirklicht und durchgesetzt werden?

Seinerzeit forderte daher schon Horst Seehofer als Landwirtschaftsminister eine gerechtere Verteilung und sah diverse Gründe, durch die Hungersnöte ausgelöst werden. Tatsächlich spielt hier auch das Klima eine ganz entscheidende Rolle und dürften,  sollte sich unsere Erde weiter wie bisher erwärmen, einmal mehr die ohnehin schon hungernden Regionen in Asien, Afrika und Lateinamerika leiden.

Was tut die Politik?

Daher ist, nach Ansicht vieler Experten, Hilfe zur Selbsthilfe gefragt. Schmidts Ministerium möchte daher die Lieferung von Lebensmitteln nicht in den Mittelpunkt seiner Politik rücken. Vielmehr setze sich das BMEL für nachhaltige Produktionsmethoden, den gerechten und sicheren Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land, Forsten und Fischgründen sowie verantwortungsvolle Investitionen in die Landwirtschaft ein.

Durch Projekte des Wissens- und Technologietransfers wie auch die internationale Forschungszusammenarbeit leiste Deutschland darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer weltweit produktiven, nachhaltigen und standortgerechten Landwirtschaft.

Das scheint auch bitter nötig. Schließlich ist nach den Erfahrungen der Welthungerhilfe die Kluft zwischen Arm und Reich derzeit weiter am wachsen. Vor allem 2014 sei () ein Jahr voller Herausforderungen gewesen, das nicht unerheblich durch die Ebola-Krise geprägt wurde.

Und auch 2015 sorgen der „Islamische Staat“ und andere politische Unruhen für Flüchtlingsströme und Hunger auf dieser Welt: „Millionen Menschen waren und sind auf der Flucht!“

Doch Frieden und eine Zusammenarbeit der Völker und Religionen sind die zwingende Voraussetzung, um 8 oder gar 9 Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu ernähren!!!

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