Kostbares Nass 2

Tag des Wassers

Die Kriege der Zukunft dürften nicht um Landstriche oder Öl, sondern vielmehr um genießbares Trinkwasser geführt werden, argwöhnte der ägyptische Diplomat und Politiker Boutros Boutros-Ghali bereits in seiner Zeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen vor etlichen Jahren …

Tatsächlich ist genießbares Wasser auch hierzulande, in Mitteleuropa, wo wir nicht gerade zu den Trocken- und Hungerzonen der Erde gezählt werden, ein wichtiges Gut:

Das Lebensmittel schlechthin!

Denn „Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam alles daran setzen, die sehr gute Trinkwasserqualität auch für künftige Generationen sicherzustellen“, betonte Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann anlässlich des Tag des Wassers am 22. März.

Den gibt es seit 1993; ein Aktionstag, der auf die Bedeutung von genießbarem und sauberem Trinkwasser hinweisen soll und der heuer unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“ steht.

Denn eines dürfen wir auch hierzulande, wo sauberes Wasser aus jedem Spülbecken sprudelt, niemals vergessen: Rund eine Milliarde (!) Menschen muss ohne genießbares Trinkwasser auskommen. Mit der Folge, dass immer wieder Menschen auf ihrer Suche nach Wasserquellen verdursten oder von Banditen überfallen und getötet werden.

Zudem ist „Trink“wasser vielerorts von zweifelhafter Qualität …

Wasserversorgung in Deutschland sicher:

…. Zustände, die hierzulande, wo wir reiche Grundwasservorkommen und einen hohen technischen Fortschritt genießen, gänzlich unbekannt sind. Denn „unser“ Wasser in Deutschland genießt – völlig zu Recht -, einen tadellosen Ruf.

Das beweist einmal mehr die im Februar 2015 veröffentlichte Erhebung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Umweltbundesamtes (UBA), die gemeinsam die Qualität von „Wasser für den menschlichen Gebrauch“ für den Berichtszeitraum 2011 bis 2013 untersucht haben. Mit einem Ergebnis, das für sich spricht.

Dabei nimmt unser Wasser interessante Wege und wird zum Beispiel im Saarland von 45 Wasserversorgungsunternehmen auf rund 300.000 Hausanschlüsse verteilt. Und das über tausende Kilometer Trinkwasserleitungen und weit weitverzweigte Trinkwasser-Installationen bis hin zu den privaten Trinkwasser-Zapfstellen in den einzelnen Haushalten.

Ein wahres Netzwerk und Geflecht also, das uns mit dem kostbaren Nass versorgt. Und das auch im übertragenen Sinne. Schließlich sind nach Auskunft des Saar-Ministeriums ganz unterschiedliche Fachbereiche und Unternehmen mit der Thematik „sauberes Trinkwasser“ befasst. Die Politiker und Wasserversorgungsunternehmen, aber auch Planungs- und Architektenbüros, Sanitär-Fachbetriebe sowie nicht zuletzt die Haus- und Wohnungseigentümer selbst. Die Verantwortung zum Schutz des Trinkwassers tangiert daher viele Stellen, und „notwendig sind Wissen und Problemverständnis aller Beteiligten und ein konsequenter fachlicher Austausch untereinander“, so die Ministerin abschließend.

Sauberes und bezahlbares Wasser ist – zumindest weltweit betrachtet – keine Selbstverständlichkeit. Wir sollten uns daher unserer privilegierten Lage sehr bewusst sein!

Foto: Peter Hoffmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *