Pfeilgiftfrosch

Tierhalter müssen ihren Jahresurlaub sorgfältig planen!

Für die meisten Menschen ist es die schönste Zeit des Jahres, doch gerade für Tierhalter stellt sich nun natürlich wieder die bange Frage, wer während des Urlaubs nach dem vierbeinigen Partner oder gefiederten Freund schaut …

Tatsächlich sind die großen Ferien nun nicht mehr weit. Was dabei mit dem Haustier geschieht, wird nicht unerheblich davon abhängen, welche Tierart wir pflegen und wohin die Urlaubsreise geplant ist:

Exotische Reiseziele stellen auch Hundehalter vor Probleme!

Denn selbst dann, wenn „Bello“ mit an Bord darf und im Reiseland willkommen ist, können tropische Eilande und exotische Reiseziele ein Problem sein. Denn bereits die lange Anreise stellt einen puren Stress dar. Zudem lauern hier Probleme und Gefahren (auch durch Giftschlangen und Skorpione!), die hierzulande völlig unbekannt sind.

Letzten Endes kann sogar ein Urlaub in Spanien oder der Mittelmeerregion einen Hund sterbenskrank machen. Denn hier lauern exotische Parasiten wie die Braune Hundezecke, die typische Tropen- und Mittelmeer-Erkrankungen wie die Ehrlichiose, auch Zeckenfieber genannt, übertragen können.

Die Erreger können verschiedene Organe wie Lunge, Leber und Milz angreifen und einen akuten wie auch chronisch-schleichenden Verlauf verursachen.

Im Gegensatz zur heimischen Borreliose kann die Übertragung des Erregers rasend schnell erfolgen und bereits unmittelbar mit bzw. nach dem Zeckenbiss  passiert sein!

Wohin geht die Reise?

Auch die Tierschutzorganisation „VIER PFOTEN“ geht daher davon aus, dass gerade Tier- und Hundehalter ihren Urlaub besonders sorgfältig planen (müssen). Dazu Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN:

„Fangen Sie rechtzeitig mit der Planung an und berücksichtigen Sie die individuellen Bedürfnisse Ihres Heimtieres. Hunde zum Beispiel lieben es, mit ihren Menschen auf Reisen zu gehen. Katzen hingegen sind stark ortsgebunden und fühlen sich in ihrer vertrauten Umgebung am wohlsten.“

Tatsächlich kann ein Wanderurlaub in den Bergen oder ein Aufenthalt an der heimischen See für Hund und Halter ein einmaliges Erlebnis sein.

Geht es dabei ins Ausland, muss darauf geachtet werden, dass der Hund die notwendigen Einreisebestimmungen erfüllt. Denn selbst bei unseren europäischen Nachbarn sind bestimmte Impfungen, oftmals auch Wurmkuren oder ein Maulkorb (zumindest zum Mitführen und Vorzeigen), Pflicht.

Die jeweiligen Bestimmungen sind gewöhnlich auf den Internetseiten der Botschaften des Gastlandes einzusehen, ebenso wichtig ist jedoch die Abklärung, ob der Hund in der Urlaubsunterbringung erwünscht ist und dort hundefreundliche Auslaufflächen vorhanden sind.

Zudem sollte bei der Auswahl des Reizsiels auch auf die tierärztliche Versorgung Augenmerk gelegt werden, raten die Tierschützer.

Mit „Bello“ auf großer Tour:

Danach kann es dann ganz entspannt losgehen. Dazu noch einmal Birgitt Thiesmann: „Als Reisetransportmittel eignet sich am besten das Auto. Wobei hier ganz genau auf eine angemessene Temperatur und viele Pausen geachtet werden muss. Enge Bahnwagen, Schiffskabinen und Flugzeuge stellen dagegen oft enormen Stress für die Hunde dar. Aber in jedem Fall darf der EU-Heimtierausweis nicht fehlen!“

Natürlich werden wir zudem darauf achten, dass wir auch das Lieblingsspielzeug des Hundes und das von zu Hause gewohnte Futter mit auf die Reise nehmen … denn schließlich soll sich auch der Vierbeiner am Urlaubsort wohlfühlen.

Was wird aus Katzen und andere Kleintieren?

Katzen dagegen sind eher selbstständige Wesen, die vor allem auf ihr Zuhause fixiert sind und mit Veränderungen oftmals ein Problem haben. Ja, Katzen sind stark ortsgebunden, bestätigt auch VIER PFOTEN und geht daher davon aus, dass sich „Mieze“ in ihrer vertrauten Umgebung am wohlsten fühlt und daher am besten von einem vertrauten Menschen zu Hause betreut wird:

„Im Idealfall hüten die Urlaubsversorger während der gesamten Urlaubszeit ein. Findet sich niemand, der sich ein paar Stunden am Tag um die Katze oder das Kleintier kümmern kann, so ist eine gut geführte Tierpension eine gute Alternative.“

Diese sollte jedoch vorher auf Herz und Nieren geprüft werden. So sollte das Personal laut  Thiesmann einen Sachkundenachweis vorzeigen können. Auch die  tierärztliche Versorgung müsse gewährleistet sein. Werden Gruppen- sowie Einzelunterbringungen mit Freigehege angeboten, wirft VIER PFOTEN weitere wichtige Fragen auf.

Am besten sollte die Tierpension daher, ggf. samt Vierbeiner, bereits mehrmals vor dem eigentlichen Urlaub besucht werden.

Im Gegensatz zu Aquarien, die – dank Futterautomaten und Zeitschaltuhr – sogar mal einige Tage autark „überleben“ können, stellt die Versorgung anderer Exoten oftmals ein Problem dar. Denn viele Echsen benötigen Lebendfutter wie Schaben oder Heimchen. Das ist nicht nur nicht jedermanns Sache. Zudem könnten sich nämlich Futtertiere, die der unachtsamen Urlaubsvertretung entkamen, schlimmstenfalls unkontrolliert vermehren.

Gerade von Terrarianern muss daher eine sachkundige Ersatzpflege gesucht und sichergestellt werden. Auch bei größeren Volieren oder Papageien tut man natürlich gut daran, wenn erfahrene Vogel- und Kleintierhalter zur Betreuung engagiert werden!

Je nach Reiseziel, könnten uns Hunde durchaus in den Urlaub begleiten …

für Exoten benötigen Vertretung vor wir dagegen eine fachkundige Vertretung vor Ort!

 

Fotos: Peter Hoffmann

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