Weintrauben am Rebstock blau

Trauben sind für Hunde eine tödliche Gefahr!

Heute weisen bereits allgemeine Online-Lexika wie Wikipedia darauf hin, dass Weintrauben für viele Haustiere giftig und vor allem für unsere Hunde eine tödliche Gefahr sind …

Ein Phänomen, das noch gar nicht so lange bekannt ist. Eine Gefahr, vor der nun freilich auch in Vegan Blogs gewarnt wird:

Für Hunde eine tödliche Versuchung!

Hier verweist die Tierschutzorganisation PETA Deutschland darauf, dass der Verzehr der süßen Weinbeeren für viele unsere tierischen Mitbewohner dramatische Folgen haben kann. Zwar würden nicht alle Hunde gleich (empfindlich) auf Trauben reagieren: „Es sind allerdings einige Fälle bekannt, in denen Hunde an einer Weintraubenvergiftung gestorben sind, deswegen ist in jedem Fall Vorsicht geboten!“

Im Herbst und zu Zeiten der Weinlese müssen Hundehalter damit besonders auf der Hut sein.

Vom Supermarkt bis zum Weinberg:

Denn auch Traubenreste und Trester können Vergiftungen auslösen, wie unter anderem bereits auf VOX bei „hundkatzemaus“ von Dr. Wolf (ein wahrhaft schöner Name für einen Tierarzt!) thematisiert wurde. Hier ging es seinerzeit um Trestermasse, die ein Hund verzehrt hatte …

Auch „PETA Deutschland“ warnt vor diesen Traubenresten, die nach dem Auspressen häufig als Dünger in den Weinbergen verstreut werden – Tierhalter sollten in Weinbaugebieten daher besonders auf der Hut sein:

So manch einer könne die Traube ja sogar im eigenen Garten ernten, sieht die „aktion tier e.V.“ freilich auch zu Hause ein hohes Gefahrenpotential. Denn was uns Zweibeinern schmeckt, mögen oft auch unsere Tiere.

Und womöglich sind Rosinen noch einmal gefährlicher als die frischen Beeren … Denn gerade die führen bei vielen Tieren zu massiven Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod:

Genaue Ursachen unbekannt!

„Warum die Traube zu so starken Vergiftungen beim Hund führt, ist nicht genau bekannt“, erklärt in diesem Zusammenhang Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der „aktion tier“. Sicher sei jedoch, dass nicht nur die Traube an sich, sondern auch Rosinen und andere aus Trauben stammende Produkte für Hunde giftig sind.

Tatsächlich könnten bereits 10 Gramm Trauben pro Kilogramm Körpermasse ausreichen, um Vergiftungserscheinungen auszulösen. Speziell bei kleineren Rassen, etwa einem Yorkshire Terrier, kann damit bereits eine Handvoll Trauben ausreichen, um das Tier ernsthaft krank zu machen. Und „bei Rosinen lösen dann bereits 2,8 Gramm – wiederum auf ein Kilo Körpergewicht gerechnet -, Krankheitsanzeichen aus“, warnt Hölscher.

Dabei können die ersten Symptome bereits wenigen Stunden nach dem Verzehr auftreten, lassen manchmal aber auch ein bis zwei Tage auf sich warten. Als klassische Anzeichen einer Weintraubenvergiftung beschreibt die „aktion tier“ Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall: „Mattheit und Apathie folgen!“

Letztendlich jedoch können nur die Blutwerte darüber Aufschluss geben, wie ernst es um das Tier steht. Denn letzten Endes führen die Weintrauben zu einem Nierenversagen und damit zum Tode des Hundes. Fälle, die vor allem in Amerika publik wurden und auch große Hunde, wie Retriever, dahin gerafft haben. Auch das amerikanische Animal Poisons Control Center (ASPCA) sowie das britische Institut Veterinary Poisons Information warnen daher – und das unabhängig voneinander -, vor Weintrauben auf der tierischen Speisekarte.

Denn eine echte Therapie gibt es bis dato nicht. Allenfalls unmittelbar nach dem Verzehr der Trauben könne der Tierarzt mit Medikamenten ein gewolltes Erbrechen auslösen und so die Aufnahme des Giftes aus dem Magen-Darm-Trakt zu verringern versuchen, warnt Hölscher: „Außerdem wird mit Infusionen versucht, der Vergiftung Herr zu werden!“

Besser sei es daher, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und Trauben rigoros vom Speiseplan unserer Hunde zu streichen.

Jetzt, im Herbst, ist Traubenzeit. Doch Vorsicht: Für viele Haustiere, zumal unsere Hunde, sind Trauben nicht zu empfehlen!

Foto: Peter Hoffmann

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