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Unsere schönsten Frühblüher

„Wir Zwiebelblumen, es sind Lilien, Maiglöckchen, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, alles prachtvolle Blumen, gehören in die Familie der Liliengewächse …“ So schreibt August Güse in „100 bunte Blumengrüße“ und weiß, dass Hyazinthen nicht nur in Schalen, sondern mitunter sogar als reine Wasserkultur auf Spezialgläsern gepflegt werden …

Auch die beliebte Programm-Zeitschrift „Funk Uhr“ beschäftigt sich mit diesen Frühlingsboten, sieht hier einen „Blütenzauber für Daheim“, wahrhaftige Frühblüher, die unser Herz erwärmen und den Winter mit seinem Schnee und seiner Kälte vergessen machen:

Wir holen uns den Frühling ins Heim!

Tatsächlich finden wir hier, in den bunt-gemischten und vom Gärtner bereits vorgetriebenen Schalen, echte Muntermacher, die den Frühling einläuten und über triste Tage hinwegtrösten.

Selbst berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal, befasst sich daher mit den Hyazinthen, die selbst in der Wohnstube gedeihen und nur wenig Pflegeaufwand benötigen: „Hyazinthen gibt es in einer großen Farbpalette von Blauviolett, Pink, Pfirsich und Gelb bis zu einem strahlenden Weiß!“

Besonders auffällig sei jedoch, so die Hauptstadt-Autoren, ihr dezenter bis betörend süßer Duft. Der freilich kann empfindlichen Personen sogar zu intensiv sein. So berichtet die renommierte Kundenzeitschrift „Apotheken Umschau“ von Duftallergien, die nicht nur durch Kosmetikprodukte und Räucherstäbchen ausgelöst werden. Denn auch Gewürze wie Zimt, Vanille, Piment und Muskatnuss sowie Fruchtsäuren und Bestandteile gewisser Pflanzen wie Kampfer, Gartennelken, Hyazinthen, Veilchen und Tannen könnten Allergikern zusetzen … ggf. müssen daher Hyazinthe & Co. in den Garten verbannt und allein aus gebührender Entfernung bestaunt werden.

Aus dem Orient in unser Heim:

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Hyazinthen liegt im Nahen Osten, unter anderem im Nordiran. Das gilt auch für die Tulpen, deren Ursprung die Botaniker unter anderem in Afghanistan, aber auch im nördlichen Afrika vermuten.

Vermutlich dürften die prächtigen Zwiebelblumen dann über Persien und die Türkei nach Europa gelangt sein … jedenfalls werden sie von Dichtern bereits seit dem 13. Jahrhundert besungen. Pflanzen, die heute in Holland im großen Stil produziert und auch von deutschen Gartenfreunden gerne in die Erde gelegt werden:

So erwartet die „Lausitzer Rundschau“ einen echten Hollandflair, wenn die Luckauer Landesgartenschau-Gesellschaft am Sonntag, den 19. April, mit dem Tulpenfest in die Saison startet. 20 000 Tulpen in verschiedenen Farben hätten die Gärtner dazu in die Erde gebracht, und „weitere Frühlingsblüher, darunter 3000 Stiefmütterchen, sollen in den nächsten Wochen noch folgen!“

Die wiederum gehören zu den Veilchengewächsen und sind von fleißigen Züchtern durch Kreuzungen des Wilden Steifmütterchens kreiert worden. Echte Frühblüher, die nicht nur im Garten, sondern auch als Balkonpflanze oder Grabschmuck äußerst beliebt sind.

Ideal ist im Balkonkasten eine Kombination mit Gänseblümchen; freilich vertragen Stiefmütterchen keine Staunässe, gerade Balkonkästen müssen also entsprechen drainiert sein!

Nun kribbelt der grüne Daumen und steigt die Lust, im Garten oder auf dem Balkon zu gärtnern!

Fotos: Peter Hoffmann

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