Rollrasen

Verschiedene Rasen Arten

Wer einen Rasen anlegt, sollte vorher überlegen, welchen Standort und Beanspruchung der Rasen habe sollte.

Dabei spielt keine Rolle, ob man Rasensamen oder Rollrasen (Fertigrasen) verwendet. Nachfolgend führen wir einige Rasensorten mit ihren Vorteilen und Nachteilen auf.

Zierrasen

Der Zierrasen hat eine sehr hohe Rasendichte, aber seine Strapazierfähigkeit ist nicht sehr hoch. Doch das sagt ja schon der Name. Er ist nicht für eine hohe Beanspruchung z.B. für spielende Kinder und Hunde geeignet.

Der Zierrasen hat ein geringes Wachstumstempo und dadurch einen geringen Pflegeaufwand. Das Schattenwachstum ist mit mittel einzuschätzen. Zierrasen eignet sich besonders für Vorgärten und Ziergärten.

Wer den Rasen mittels Rasensamen anlegt, kann durch spezielle Mischungen den Pflegeaufwand durch verlangsamtes Wachstum verringern.

Sport- und Spielrasen

Diese Rasen Art hat eine hohe Rasendichte. Seine Strapazierfähigkeit ist sehr hoch, aber auch sein Wachstumstempo und damit ist der verbundene Pflegeaufwand auch sehr hoch. Außerdem verkraftet er eine hohe Belastbarkeit, so dass er sich sehr gut für den Familiengarten, Sportplätze und Spielplätze eignet. Das Schattenwachstum ist auch wieder als mittel einzuschätzen.

Die Saatmischung für diesen Rasen ist sehr strapazierfähig. Sollten durch hohe Belastungen kahle Stellen im Rasen entstanden sein, wachsen die Stellen sehr schnell nach. Dadurch ist auch der Pflegeaufwand größer, da der Rasen öfters geschnitten werden muss.

Doch der Rasen ist sehr strapazierfähig, trittfest und erholt sich nach starker Belastung sehr schnell.

Schattenrasen

Einen direkten Schattenrasen gibt es nicht. Man kann nur von einem halbschattigen Rasen sprechen. Jeder Rasen braucht mindestens 3-4 Stunden Besonnung. Nur im Schatten gedeiht kein Rasen. Für diesen Halbschattenrasen gibt es speziellen Rasensamen. Dieser Samen benötigt weniger Licht als der Samen für die anderen Rasenarten.

Diese Rasenart hat eine dunkelgrüne Farbe, hat eine hohe Rasendichte und eine hohe Strapazierfähigkeit. Er ist feinblättrig, unkrautfrei und krankheitsresistent.

Bevorzugt wird er angelegt an Standorte mit geringer Lichteinwirkung wie .z.B. unter Bäumen. Da der Rasen sehr trittfest ist, sollte er nicht allzu kurz geschnitten werden.

Landschaftsrasen

Dieser Rasen ist eine günstige Alternative zum Sport- und Spielrasen. Diese Rasen Art hat eine sattgrüne Farbe. Er ist dicht, unkrautfrei und krankheitsresistent und ist somit der pflegeleichteste Rasen.

Er findet seine Anwendung in der freien Landschaft, an Verkehrswesen, Verkehrsinseln und für intensiv benutzte und gepflegte Flächen im öffentlichen und privaten Bereich.

Rollrasen

Rollrasen ist ideal für alle Kleingartenbesitzer, weil man den Rasen sehr schnell nutzen kann.

 

Rollrasen wird von speziellen Gärtnereien auf großen Flächen heran gezogen bis die Grasnarbe eine gewisse Dichte erreicht hat. Dann wird er mit speziellen Maschinen inclusive einer dünnen Bodenschicht abgeschält und aufgerollt.

Im eignem Garten kann der Rollrasen dann von März bis Ende September verlegt werden.

Zum Verlegen braucht man eine Rasenwalze, eine Schaufel, Humuserde oder Sand, eine Schubkarre, einen breiten Rechen und eventuell eine Motorhacke.

Weiterhin wird ein scharfes Messer, ein breites Holzbrett und eine Brause oder Rasenregner benötigt.

Der Rollrasen sollte mindestens 36 Stunden nach dem Abschälen verlegt sein.

Eine gute und gründliche Bodenvorbereitung ist bei der Verlegung des Rollrasens sehr wichtig. Der Boden muss gründlich gelockert sein. Handelt es sich um einen schweren Boden, sollte gleich etwas Bausand mit eingearbeitet werden. Dadurch fördert man die Durchlässigkeit.

Der Rollrasen wird bahnenweise ausgelegt und zwar so, dass die Nähte direkt aneinander liegen. Sind alle Bahnen ausgelegt, dann sollte der fertige Rasen noch einmal gewalzt werden und großzügig gegossen werden.

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