Island Hund sucht Frauchen

Von berühmten Hunden und beliebten Tiernamen

Wer kennt ihn nicht, den Collie „Lassie“, den viele von uns in Kindertagen so heiß geliebt haben!?

„Vater“ und Erfinder der charmanten und mutigen Collie-Hündin war Eric Mowbray Knight, ein Schriftsteller aus den Staaten, der der Rasse mit „Lassie Come Home“ ein Denkmal gesetzt hat:

Von Fernsehhunden und Weltraumpionieren:

Bald folgte der anfänglichen Kurzgeschichte ein Roman und sind die Abenteuer des Langhaarcollies auch im Kino und in Fernsehfilmen gezeigt worden.

Tatsächlich sehen viele in „Lassie“ den berühmtesten Hund aller Zeiten. Ähnlich bekannt ist wohl allein „Laika“, eine russische Straßenhündin, die als erstes Lebewesen unsere Erde umkreist hat.

Mit einem traurigen Ende. Denn eine Rückkehr der Hündin, deren deutscher Name „Kläffer“ heißt, war zu keinem Zeitpunkt vorgesehen. Vielmehr sollte das Tier nach einigen Tagen euthanasiert werden.

Freilich starb der Terrier-Mix schon wesentlich früher, vermutlich an Stress!

Selbst die renommierte Wirtschaftswoche hat dem Weltraumpionier, im Reigen der zehn berühmtesten Hunde der Welt, ein Denkmal gesetzt. Hier findet sich dann auch der Afghane „Snuppy“, der aus einer Hautzelle seines Vaters vom südkoreanischen Gentechnik-Pionier Hwang Woo Suk „kreiert“ wurde.

Ein Wagnis und Tabubruch, der seinerzeit die Öffentlichkeit wie auch die Medien bewegt hat. Dabei war „Snuppy“ nur ein Nachfolger von Klonschaf „Dolly“ und anderen Tieren, wie Mäuse und Ratten, die wir Menschen bereits vorher geklont haben.

Dennoch fürchtete „Spiegel Online“ seinerzeit, kommerzielle Haustier-Kloner könnten sich nun bestätigt fühlen. Auch ethische Bedenken wurden laut, während andere Forscher – ganz pragmatisch -, erneut von der Rettung bedrohter Tierarten durch diese Technik geträumt haben:

Wie nennt „Otto-Normalverbraucher“ seinen Liebling?

Doch wie nennen wir unseren eigenen Liebling? Unseren Dackel und unseren Dobermann!? Die Promenadenmischung aus dem Tierheim, der ein derartiger Medienrummel und ein Schicksal wie „Laika“ erspart bleiben?

Nun, die Tierschutzorganisation „TASSO e. V.“ hat sich auch 2014 mal wieder auf die Suche nach den beliebtesten Hunde- und Tiernamen gemacht und verrät, dass dabei „Luna“ (weiblich) und „Rocky“ (männlich) ganz weit vorn liegen.

Katzen wurden dagegen besonders häufig auf die Namen „Lilly“ (weiblich) und „Felix“ (männlich) getauft. Und das schon seit etlichen Jahren, denn „Felix ist seit mehr als 30 Jahren der beliebteste Name für Kater“, weiß Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.

Bei weiblichen Katzen scheinen die Vorlieben dagegen der Mode zu unterliegen. Denn die hießen früher überwiegend „Minka“, wohingegen heute „Mia“ und vor allem „Luna“ sehr beliebt sind.

Auf Platz 2 und 3 bei den Hunden landeten dagegen „Emma“ und „Bella“ (weiblich) sowie „Sammy“ und „Max“ bei den Rüden. Dazu noch einmal Philip McCreight: „Sehr interessant ist, dass Luna seit mittlerweile sieben Jahren unangefochtener Spitzenreiter unter den weiblichen Hundenamen ist.“

Höchst kurios wird es natürlich, wenn ein Name so gar nicht zu seinem Träger passen will. Denn Hand aufs Herz, wer wird nicht schmunzeln, wenn auf den Zuruf „Cäsar, komm!“ ein Yorkshire-Terrier angesaust kommt?

Ebenso wird der Name „Samson“ bei einem glatthaarigen Pinscher, der so rein gar nichts mit dem hünenhaften und langhaarigen biblischen Helden gemein hat, ein wenig deplatziert sein … allerdings gibt es auch Fälle, in denen ganz bewusst mit Namen und deren Hintergrund gespielt wird.

So gibt es Tierheime und Interessenvertretungen, die die ihnen anvertrauten Listenhunde ganz gezielt umbenennen und nicht möchten, dass ein muskulöser Stafford mit eher martialisch anmutenden Namen wie „Rocky“, „Chef“ oder „Nero“ vermittelt will. Denn das Tier soll ja fortan nicht mehr kämpfen, sondern sich – stattdessen -, als Couch- und Schmusehund bewähren und als jedermanns Liebling in die Gesellschaft integrieren!

Wenn ein Welpe ins Haus kommt, steht als Erstes die Namenssuche auf der Agenda!

Wie wird er später einmal heißen, welche Abenteuer wird er erleben, und wie wird sein Name auf Passanten wirken?

Fotos: Peter Hoffmann

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