Warum Windkraft und erneuerbare Energien für die Umwelt nicht nur Gewinn sind!?

Bereits allgemeine Online-Lexika wie Wikipedia thematisieren die „Verspargelung“ unserer Landschaft, jene optischen Beeinträchtigungen also, die mit den meterhohen und oftmals dicht an dicht stehenden Windkraftanlagen einhergehen …

Tatsächlich sieht (http://www.urlaubsnachrichten.de/de/2014/07/07/windkraft-und-tourismus-deutsche-urlauber-tolerieren-eingriffe-in-die-landschaft-nur-bedingt/) der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern durch die Windkraft sogar den Tourismus bedroht. Denn gerade deutsche Urlauber würden Eingriffe ins Landschaftsbild nur bedingt hinnehmen:

Augenmaß beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gefragt!

„Der Bau von Windkraftanlagen nahe Tourismusorten auf dem Land und vor der Küste ist daher mit erheblichen Risiken für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern verbunden“, glaubt Jürgen Seidel, Präsident des Landestourismusverbandes und fordert kluge Kompromisse.

Dass beim Bau von Windkraftanlagen ein gewisses Augenmaß unabdingbar ist und Nutzen und Risiken stets sorgfältig hinterfragt werden müssen, legt auch ein Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz nahe, das im Jahr 2011 erstellt wurde. Denn hier wollen die Experten „betriebsbedingte Auswirkungen“ auf Vögel und Fledermäuse keineswegs ausschließen.

Zudem könnten die Tiere aus ihren Brut- und Rastplätzen vergrämt oder von traditionellen Zugbahnen umgelenkt werden; ein Verlust essentiell wichtiger Lebensräume scheint damit nicht ausgeschlossen: „Außerdem führt eine Anlagenhöhe von bis zu 200 Metern zu deutlich störenden Effekten bei der Landschaftswahrnehmung“, heißt (http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/erneuerbareenergien/bfn_position_wea_ueber_wald.pdf) es in den Erhebungen, die hier vor allem Windkraftanlagen über Wäldern analysiert haben.

Eine Gefahr für unsere Greife?

Tatsächlich zeigt sich selbst der Naturschutzbund NABU hin und hergerissen und verweist darauf, dass Windkraftanlagen, ohne Frage, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz darstellen: „Aber sie können auch eine Gefahr für Vögel, vor allem Greifvögel, darstellen!“

Dies gelte besonders für Rotmilane, eine Art mit weltweit etwa 23.000 Brutpaaren, von denen rund 12.000 in Deutschland vorkommen. Kein Wunder also, dass das Thema Windkraft auch bei unseren Nachbarn – gerade angesichts der deutschen Vorreiterrolle -, heftig und teils kontrovers diskutiert wird.

So befürwortet der WWF Schweiz die Windkraft als wichtigen Bestandteil einer zukünftigen Stromerzeugung. Dennoch sei es wichtig, dass durch den Bau und den Betrieb von Windkraftanlagen die Biodiversität nicht beeinträchtigt wird: „Aus diesem Grund sollten Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten – zum Beispiel in Naturschutz- oder Vogelzuggebieten – ausgeschlossen sein“, fordern die Eidgenossen, die auf ihrer Homepage (http://www.wwf.ch/de/hintergrundwissen/klima/erneuerbare/wind/) ein bezeichnendes Bild zeigen – eine Schafherde, die, wenig idyllisch, unter dem Stangenwald der Windkraftanlagen weidet.

Das Thema Erneuerbare Energien wird uns also – und das nicht nur vor dem Hintergrund der dadurch steigenden Strompreise – auch weiterhin begleiten. Zumal immerhin 10 Prozent Urlauber, wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern abschließend erklärt, auch in Solarpaneelen einen Eingriff ins Landschaftsbild sehen, der dem Störcharakter von Hochhäusern oder Autobahnen gleichkommt!

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