Efeu an winterkahlem Baum

Was der Klimawandel mit dem Efeu zu tun hat!?

Unlängst ist auf ARD-alpha der Klimawandel mit all seinen dramatischen Folgen thematisiert worden …

Und die sind weitreichender, als viele von uns ahnen.

Auch die Pflanzenwelt verändert sich:

So könnten die steigenden Temperaturen, wie der Bildungskanal klarstellt, das Bild unserer Wälder verändern.

Erklärt wurde dies von den Autoren der Sendung „Unkraut“ am Efeu, das in höheren Lagen und bei einer kalten Durchschnittstemperatur eher kriechend daher kommt. Ganz einfach, weil die Ranken so von der isolierenden Schneeschicht im Winter bedeckt werden und damit vor Erfrierungen besser geschützt sind.

Steigen die Temperaturen, beginnt der Efeu dagegen verstärkt zu ranken. Ein Phänomen, das vielen Menschen durchaus suspekt ist. Sollte man Efeu an (s) einem Baum ranken lassen oder nicht lieber doch entfernen, fragt sich daher das Polit-Magazin Stern, und auch das Fachportal „Mein schöner Garten“ beschäftigt sich mit dieser Thematik:

Kann Efeu den Bäumen schaden?

Fakt ist, dass der Efeubewuchs von kräftigen und gesunden Bäumen „in Eigenregie“ begrenzt wird.

Tatsächlich finden wir Efeutriebe an dicht belaubten Bäumen in der Regel allenfalls im Bereich der Stämme, wo noch genügend Sonnenlicht für die Ranken hingelangt. Die Kronen werden dann kaum noch besiedelt.

Junge und heranwachsende Bäumchen, aber auch Stämme mit allzu lichten Kronen könnten mit der Kletterpflanze dagegen durchaus ein Problem haben.

„Im Allgemeinen stellt Efeu für unsere Bäume keinerlei Bedrohung dar“, bestätigt daher auch der BUND in der Region Hannover. Allerdings könnten kleinere Bäume, wie Apfel– und Birnbäume, aber auch Sträucher wie der Weißdorn von Efeuranken, die man ungehindert wuchern lässt, durchaus in Bedrängnis gebracht werden.

Ökologisch bedeutsam:

Allerdings zählt Hedera helix, so der botanische Name der Pflanze, zu den wenigen Herbstblühern und besitzt damit in unserer heimischen Natur eine wichtige ökologische Funktion.

Denn damit stellt der Efeu, wie der Imkerverein Büchertal klarstellt, für Haus- und Wildbienen, aber auch für Schwebfliegen eine wichtige Nahrungsquelle dar. Quasi eine Notreserve für magere Zeiten, wenn das Futter ansonsten knapp wird:

„Alte Efeupflanzen verdienen, ähnlich wie alte Bäume, einen besonderen Schutz“, schließt damit der BUND die Nutzen-Risiko-Bewertung in Sachen Efeu endgültig ab.

Vorsicht, giftig!

Apropos, Risiko: Der Efeu wird zu den Giftpflanzen gezählt. Nur schauen, nicht naschen lautet daher die Devise, und wir sollten Kinder und Haustiere von der lianenartigen Pflanze fernhalten.

Giftig sind Stängel, Blätter und Beeren, also das gesamte Gewächs. Leider wurden und werden in der Literatur auch schwere Vergiftungen und Todesfälle beschrieben, insbesondere bei Kleinkindern, die Beeren verzehrt haben.

Wer jüngere Kinder im Haus hat, sollte daher den Efeu nicht unbedingt an den Fassaden und vor den Zimmerfenstern ranken lassen!

Das Aussehen unserer Wälder und die Wuchsgewohnheiten vieler Gewächse, darunter auch die des Efeus, könnten sich mit dem Klimawandel verändern!

Foto: Peter Hoffman

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