Katzen Stubentiger und Freigaenger

Weihnachten mit Stubentiger & Co.

Viele Menschen mögen den Trubel und blühen so richtig auf, sobald Besuch ins Haus kommt. Ein (vor) weihnachtliches Ritual in vielen Familien, das Stubentigern jedoch eher suspekt ist …

Und auch „Bello“ könnte über all die Eindringlinge, die nun sein Revier bevölkern, „not amused“ sein. Zumal dann, wenn Kinder mit von der Partie sind, die den Vierbeiner auch noch in seinem Körbchen bedrängen und / oder beim Fressen stören:

Weihnachten, eine wahrlich aufregende Zeit!

Da sind Umsicht und Einfühlungsvermögen bei Eltern wie auch Tierhaltern gefragt, glaubt der Deutsche Tierschutzbund und rät dazu, auch die lieben Kleinen einmal in die Schranken zu verweisen.

Denn die müssten begreifen, dass zum Beispiel Meerschweinchen keine Kuscheltiere sind und beim Hochheben meist nur eines, nämlich Stress haben.

Ebenso braucht „Bello“ seine Ruhezeiten und Rückzugsmöglichkeiten. Und hat ein Schmerzempfinden, was auch Kinder, die selbst ohne Haustiere aufwachsen, durchaus begreifen können.

Denn „möchtest du, dass man dich an den Haaren zieht“, fragt die ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH in ihren 12 Goldenen Regeln im Umgang mit Hunden.

Zudem muss auch der Besuch einsehen, dass nicht jeder Hund allzeit zum Schmusen bereit ist. Denn am Sprichwort, dass man schlafende Hunde nicht wecken soll, ist schon etwas dran, und auch am Fressnapf will „Waldi“ einmal seine Ruhe haben und ungestört sein.

ROYAL CANIN rät daher allen Eltern und Kindern zu einem achtsamen Umgang miteinander. Ein behutsames Kennenlernen inklusive, denn nicht jeder Vierbeiner mag es, wenn er sogleich stürmisch geknuddelt und umarmt wird: „Bei jedem Hund musst du erst herausfinden, ob er dich mag!“

Weihnachtliche Gefahren:

Freilich sind es nicht allein unachtsame Kinder, die sich rund um Weihnachten bei einem allzu sorglosen Umgang mit fremden Hunden in Gefahr bringen. Denn laut Auskunft des Tierschutzbundes sind unsere Weihnachtsdekoration, aber auch Geschenkpapier sowie Leckereien auf der Festtafel für viele Haustiere Verlockung und Gefahr zugleich.

Die Reste der Speisetafel müssen daher, zumal wenn der Stubentiger oder „Bello“ während der Christmette allein zu Haus` sind, sorgsam weggesperrt, am besten sogleich entsorgt werden.

Denn viele Vierbeiner verstehen es vortrefflich, die Mülltonnen zu plündern und können dann mit splitternden Geflügelknochen oder Fischgräten ein echtes Problem haben: „Gar giftig ist für die Tiere Schokolade“, erklären die Experten vom Tierschutzbund.

Tatsächlich kann bereits eine geringe Menge des in der Kakaobohne enthaltenen Wirkstoffs Theobromin schwere Vergiftungserscheinungen auslösen … Vorsicht ist also allemal geboten, ehe die Nacht der Nächte womöglich in einer Tierklinik verbracht wird:

Wie sieht es mit Weihnachtsgeschenken für den tierischen Freund aus?

Alles richtig machen wollen natürlich jene Halter, die zu Weihnachten für ihren Liebling einen besonderen Leckerbissen oder gar ein Geschenk parat haben.

Doch Obacht, warnt der Deutsche Tierschutzbund. Denn gerade Kleintiere könn(t)en auf spontane Futterumstellungen und ungewohnte Rationen mit Magenbeschwerden reagieren.

Daher sollten Tierhalter den gewohnten Speiseplan auch während der Festtage weitgehend beibehalten.

Denjenigen, die ihren Lieblingen dennoch etwas Gutes tun wollen, empfehlen die Experten den Vitamin-C haltigen Brokkoli oder ein wenig Chicorée, Snacks, die für Meerschweinchen gerade jetzt, im Winter, ideal sind.

Doch selbst die sollten an Tiere, die nicht daran gewöhnt sind, nur in Maßen verfüttert werden!

Das gilt auch für fettreichere Leckerlies, wie unbehandelte Nüsse, die auch einen Goldhamster auf Dauer dick und damit krank machen.

Weitere Gefahrenquellen sehen die Tierschützer dann in Dekorartikeln wie Lametta und beliebten Weihnachtsgewächsen wie Amaryllis, Weihnachtsstern, Stechpalmen, Christrosen oder Misteln. Denn diese enthalten für Haustiere giftige Substanzen und sollten daher, wenn überhaupt, außer Reichweite der tierischen Mitbewohner aufgestellt werden.

Nicht zuletzt können auch Hunde oder Katzen von einem Weihnachtsbaum sichtlich fasziniert sein: „Steht der mitten im Raum, kommt es dann häufig zu Unfällen“, mahnt der Tierschutzbund. Denn selbst vermeintlich leichtgewichtige Stubentiger können einen Baum umstoßen und dann, bei brennenden Naturkerzen, auch eine ganze Wohnung in Brand setzen.

Die stille Nacht muss also gerade von Tierhaltern sorgfältig geplant werden!

 

Gerade zu Weihnachten und wenn es kalt wird, machen es sich Stubentiger gerne auf der Fensterbank über die Heizung bequem. Die muss dann freilich katzensicher und von giftigen Zimmerpflanzen freigeräumt sein!

Foto: Peter Hoffmann

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