Weihnachtskaktus rot

Weihnachtskakteen geben einen prächtigen Zimmerschmuck und ein tolles Fotomotiv ab!

„Aus Amerika habe ich nach Europa gefunden und blühe jährlich gerade um die Weihnachtszeit!“ In „100 bunte Blumengrüße“ lässt der Autor die Pflanzen selbst zu uns reden:

Wobei, August Güse zufolge, ein Weihnachtskaktus auch auf beengtem Raum noch seinen Platz findet.

Beliebte Pflanzen rund um die Advents- und Weihnachtszeit:

Ein auf den ersten Blick genügsames Gewächs also.

Auch das Fachportal „Mein schöner Garten“ befasst (http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartengestaltung/pflanzenportraets/schlumbergera-der-weihnachtskaktus-138304) sich daher mit den Weihnachtskakteen, deren „eleganten Blüten ab Oktober escheinen und Farbe in die triste Winterzeit bringen“.

Dabei handelt es sich bei Schlumbergera, so die botanisch-wissenschaftliche Bezeichnung, um eine ganze Pflanzengattung, die ihren Namen einem französischen Kakteensammler verdankt. Die Trivialbezeichnung „Weihnachtskaktus“ spielt dann auf die Hauptblütezeit ab.

Aus den Tropen auf die deutsche Fensterbank:

„Stelle mich ans helle Fenster ohne volle Mittagssonne“, ermahnen die Pflanzen ihre gerade jetzt so zahlreichen Käufer durch ihr Sprachrohr, den Autor August Güse.

Auch bei der vermeintlichen Anfängerpflanze muss also an einiges gedacht werden. Denn auch dann, wenn wir Weihnachtskakteen über Sommer raus auf den Balkon stellen, sollte ein halbschattiger Standort gewählt werden.

Pralle Sonne hingegen werden uns die Tropengewächse nur schwer verzeihen. Die wachsen in ihrer Heimat nämlich in den Astgabeln von Urwaldbäumen, wo es nur halbschattig ist und wo sich nur wenig Erde und Moose ansammeln.

Staunässe ist dem Weihnachtskaktus daher, trotz seiner tropischen Herkunft, ein Graus, so dass auch für die Pflege im Wohnzimmer ein luftiges Substrat gebraucht wird. Am besten ein ganz spezielles Kakteengemisch, das optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist.

Alternativ wählt man dagegen eine herkömmliche Blumenerde, die dann freilich mit Sand und Tongranulat aufgelockert und vermischt wird.

Auf keinen Fall darf sich Gießwasser in den Blumentöpfen oder Untersätzen ansammeln, da Staunässe, wie bei den meisten Epiphyten (Aufsitzerpflanzen, die auf Bäumen wachsen), auch Schlumbergeras Tod ist!

Am natürlichen Standort bedroht:

Bis zur nächsten Wassergabe kann und darf die Pflanzerde daher sogar an- bzw. austrocknen.

Wird all dies bedacht, werden auch weniger geübte Heim- und Zimmergärtner, gerade so, wie es auch der Focus beschreibt (http://www.focus.de/immobilien/wohnen/freizeit-weihnachtskaktus-sollte-hell-stehen_id_4221849.html), just zur Weihnachtszeit mit den prächtigen Blüten belohnt.

Die werden in ihrer natürlichen Heimat übrigens nicht durch Falter und andere Insekten, sondern von Vögeln bestäubt.

Tatsächlich dominieren gerade in den Tropen rote Blüten, die von Kolibris, die wie alle Piepmätze besonders „rotsichtig“ sind, gut erkannt und entdeckt werden!

Leider sind die Pflanzen in ihrer Heimat mittlerweile stark bedroht. Dennoch braucht niemand um seinen diesjährigen Weihnachtskaktus zu fürchten, da wir es hier ausschließlich mit Nachzuchten, meist sogar mit Hybriden zu tun haben.

Deren Blüten geben übrigens tolle Nah- und Makroobjektive ab. Tatsächlich lohnt sich gerade jetzt, im Winter, die Fotopirsch im heimischen Wohnzimmer und können nun Weihnachtssterne und Weihnachtskakteen, aber auch Adventskränze und Tannenzapfen gekonnt in Szene gesetzt werden.

Gerne auch um die Festtage, wenn die neue Kamera oder das neue Wunschobjektiv, das unter dem Weihnachtsbau lag, zum ersten Mal eingeweiht und ausprobiert werden.

 

Weihnachtskakteen begegnen uns im Wohnzimmer nicht mehr als Wildform, sondern ausschließlich in der Gestalt von Nachzuchten und Hybriden. Dennoch müssen bei der Pflege und Kultur einige Punkte bedacht werden!

Foto: Peter Hoffmann

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