Eisberge

Wer rettet unser Klima?

Selbst die USA machen sich, zumindest in Gestalt von Präsident Barack Obama, mittlerweile Sorge um die Erdwärme und den Klimakollaps, der uns von einigen Forschern schon länger prognostiziert wird …

Der droht uns, so jedenfalls orakelt es ein Bericht in der „Frankfurter Rundschau“, spätestens im Jahr 2010:

Wie viel Temperaturzuwachs kann unser Klima noch verkraften?

Denn unsere Erde hat Fieber – und es gilt, zu retten, was noch zu retten ist.

In der „Frankfurter Rundschau“ zitiert Polit-Autor Karl Doemens daher den Inder Rajendra Pachauri, der die Maßnahmen zur Klimarettung mit einem Hochgeschwindigkeitszug vergleicht, der nun an Fahrt aufnehmen müsse. Denn auch Greenpeace fürchtet einen drohenden Klimakollaps. Und das weltweit. Schließlich nehmen Wetterextreme wie Wirbelstürme und sintflutartige Hochwasserkatastrophen auf der einen sowie Hitze und Trockenheit auf der anderen Seite zu.

Der Klimawandel scheint damit voll im Gange:

Erwachen nun auch die Staaten aus ihrer Lethargie?

Und ruft US Präsidenten Barack Obama auf den Plan, der nun (s) einen Masterplan zur Rettung des Planeten vorgestellt hat. „Zeit Online“ titelt in diesem Zusammenhang sogar mit Obamas letztem (Klima) Gefecht, da die Amtszeit des Afroamerikaners ja bald vorbei ist.

Zudem wollten gerade die Staaten mit ihrer Vorliebe für große, jede Menge Sprit schluckende Fahrzeuge und ihren Kohlekraftwerken in Sachen Klimaschutz ja nie so recht mitziehen … nun jedoch fordert sogar der mächtigste Mann der Welt mehr Sorgfalt im Umgang mit dem Klima und unserer Erde und will die US-Kraftwerke mit verbindlichen Emissionszielen an die sprichwörtliche Kandare legen.

Da scheint Widerstand programmiert. Ein Widerstand, der sich bereits formiert hat. So haben die Republikaner, nahezu reflexartig, das Schreckensgespenst höherer Strompreise bemüht, das viele US-Amerikaner vermutlich nachhaltig verschreckt hat. Ebenso läuft die Kohleindustrie bereits gegen Obamas Pläne Sturm. Dessen Ideen könnten damit zu einem Sturm im Wasserglas mutieren. Denn gerade bei jenen Amerikanern, die finanziell schlechter gestellt sind, haben Argumente wie höhere Energiekosten oder die Angst vor Jobverlust natürlich ein leichtes Spiel:

Handeln ist dringend nötig!

Damit dürfte die anstehende Wahl in den Staaten auch und gerade durch die Klimadebatte geprägt werden. Denn Hillary Clinton von den Demokarten hat sich bereits demonstrativ hinter Obama gestellt, während Jeb Bush, der gerne für die Republikaner kandidieren würde, die Stromrechnungen seiner Landesleute im Blick hat … man darf also gespannt sein, wen die beiden großen Parteien letzten Endes als Kandidaten ins Rennen schicken werden und wie sich die beiden Kontrahenten dann in Sachen Klimaschutz positionieren.

Dass die Zeit drängt, bestätigt auch das Umweltbundesamt in Dessau. Nein, auch in Deutschland sei der Klimaschutz noch nicht auf Kurs, befürchten hier die Experten.

Nach deren Ansicht erweist sich vor allem der Verkehr als Hemmschuh. Denn „der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, der seine Emissionen seit 1990 nicht mindern konnte!“ Das hänge auch damit zusammen, dass immer mehr Güter auf der Straße transportiert werden; auch der Trend zu immer mehr PS und schwereren Fahrzeugen mache das zunichte, was andernorts durch sparsame Motoren eingespart wird.

Es gibt also auch hierzulande noch viel zu tun. Unter anderem müssten, wie UBA-Präsidentin Maria Krautzberger anregt, mehr Waren per Schiene oder Bahn transportiert werden. Denn die Zeit drängt:

Schließlich fürchten immer mehr Forscher den Klimakollaps und scheint das einstige Ziel, eine Klimaerwärmung von höchsten 2 Grad, kaum noch zu schaffen!

Foto: © Arnold – Fotolia.com

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