Apfel

Werden knackige, voluminöse Äpfel heuer zu einem raren und wertvollen Gut?

Die Preise für Äpfel dürften in naher Zukunft vermutlich deutlich anziehen, da der trocken-heiße Sommer und die Dürre auch den leckeren Früchtchen zugesetzt haben …

Damit dürfte sich ein Trend wieder umkehren, der mit dem fernen Russland und der Krise in der Ukraine zu tun hat:

 Äpfel am Baum

Erst billiger, nun wieder teurer!

Denn nachdem Putin, reichlich verschnupft über die Reaktionen des Westens, die Einfuhr von europäischen Lebensmitteln sanktioniert hatte, waren Äpfel und Tomaten deutlich billiger geworden.

Denn bekanntlich regeln auch bei den Lebensmitteln Angebot und Nachfrage den Preis und mussten sich viele Erzeuger, die bis dato nach Russland exportiert hatte, plötzlich innerhalb der EU und mit Kampfpreisen neue Absatzmärkte erschließen.

Die Hitze hatte es in sich!

Dass Äpfel nun dennoch wieder wertvoll und knapp werden, hat indes mit der Witterung der vergangenen Wochen zu tun. Denn die führte zu weniger und kleineren Früchten, als das in der Vergangenheit der Fall war.

Derzeit gehen die Experten des Deutschen Bauernverbandes, verschiedenen Medienberichten zu Folge, allein beim Apfel von Ernteeinbußen von 20 Prozent aus. Und auch beim Getreide mussten bzw. müssen sich Landwirte und Verbraucher auf schlechtere Ergebnisse als in den Jahren zuvor einstellen.

Dennoch kam es beim Getreide offenbar nicht ganz so dramatisch, wie viele Experten zunächst prognostiziert hatten: „Das gute Ergebnis des Vorjahres haben wir zwar nicht erreicht, aber wir liegen im Durchschnitt der vergangenen Jahre“, fasst  Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender im Ausschuss pflanzliche Erzeugnisse des Landvolkes Niedersachsen, die nun abgeschlossene Getreideernte zusammen.

„Dürren überall – und trotzdem ist die Ernte groß“, wundert sich daher die Frankfurter Allgemeine in ihrem Wirtschaftsteil. Tatsächlich gibt es, dem Bauernverband zu Folge, regionale Schwankungen, die auch mit der Bodengüte zu tun haben. Daher sei man auch im süddeutschen Raum „recht gut davon gekommen“.

Mager sieht die Ernte dagegen bei den Äpfeln aus, wo Ernteeinbußen von mindestens 8 Prozent im Raum stehen. Vor allem sind viele Früchte zu klein, um im Handel umgesetzt zu werden.

Und auch fürs Winterfutter und den Mais sieht es schlecht aus, da die Halme vielfach während der Hitzeperiode verdorrt sind!

Obwohl die Apfelernte ohnehin im Zweijahresrhythmus schwankt, erwarten die Experten heuer eine besonders schlechte Ernte!

Foto: Peter Hoffmann

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