Strom sparen Leistung der Staubsauger begrenzen

Werden unsere Elektrogeräte bald länger „leben“?

Der Verdacht, dass viele Elektro- und Großgeräte kurz nach dem Ablauf der Garantiezeit den sprichwörtlichen Geist aufgeben, ist bereits mehrfach in Foren und Medien thematisiert worden:

Wer die Suchparameter „Elektrogeräte zu schnell kaputt“ in (s) eine Suchmaschine eintippt, wird daher rasch und vielfach fündig.

Viele Verbraucher enttäuscht!

Und auch die Welt.de argwöhnt, dass viele Geräte plötzlich bereits nach fünf Jahren defekt sind: „Waschmaschinen und Kühlschränke haben eine kürzere Lebensdauer als noch vor zehn Jahren“, verweist man hier auf eine Studie des Umweltbundesamtes.

Ein Thema, mit dem sich nun auch die Politik befasst hat:

Politiker debattieren!

Denn bei ihrem Treffen in Osnabrück forderten die Verbraucherschutzminister der Länder die Bundesregierung dazu auf, einen Maßnahmenkatalog vorzulegen, mit dem einer absichtlichen Verkürzung der Lebensdauer von Produkten begegnet werden kann: Verbraucher hätten nämlich zunehmend den Eindruck, dass die Lebensdauer von Produkten, insbesondere bei technischen Geräten, bewusst von Seiten des Herstellers verkürzt wird, bestätigt auch das Saar-Ministerium.

Viele Endkunden glauben sogar, dass heute Geräte ganz gezielt mit Schwachstellen konstruiert werden. Wenn dem so wäre, dann mit Erfolg. Das jedenfalls berichtet der NDR, dem zufolge Haushalte in Deutschland pro Jahr 101 Milliarden Euro mehr als nötig ausgeben. So jedenfalls besagt es ein Gutachten der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, das vom Sender zitiert wird.

Zufall oder Vorsatz?

Ja, es habe den Anschein, dass Anbieter bewusst Produkte von geringerer Qualität bzw. geringerer Haltbarkeit herstellen, um so eine Absatzsteigerung zu erreichen, heißt es daher auch in einer Pressemitteilung des saarländischen Verbraucherschutzministeriums. Diese geplante Obsoleszenz führe dann zu finanziellen Mehrbelastungen der Verbraucher und einem stetigen Anstieg des Elektroschrotts in den Industrieländern:

Еine künstliche, absichtsvolle Verkürzung der Lebensdauer von Produkten ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher aber nicht hinnehmbar, betont auch Saar-Minister Reinhold Jost. Um dieser Masche entgegenzuwirken, müsse daher zum Beispiel an die Einführung eines Siegels oder einer Kennzeichnungspflicht, die Aspekte wie einfache Reparaturfähigkeit oder das Vorhalten von Ersatzteilen einschließt, gedacht werden.

Auch die Herausnahme der Beweislastumkehr in der Gewährleistungsfrist sei ein erstrebenswertes Ziel. Immerhin titelte der Focus bereits 2013 in (s) einer Überschrift mit Schrott-Bauteilen und einem Verfallsdatum, das quasi eingebaut ist. Und einem Bauchgefühl der Verbraucher, das die Politiker, auch aufgrund oben genannter Studien, nun aufgreifen.

Wer viel Geld für seinen Staubsauger oder gar ein elektrische Großgerät ausgibt, wünscht sich völlig zu Recht auch eine lange Lebensdauer!

Foto: Peter Hoffmann

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