Wespe an Honigtropfen

Wespen sind besser als ihr Ruf!

Eine polnische Redensart besagt, dass Gott höchstpersönlich die Bienen erschuf. Als es der Teufel dem Allmächtigen dann gleichtun wollte, entstanden die Wespen …

Tatsächlich gibt es viele Menschen, die die schwarz-gelben Brummer mit ihrer sprichwörtlichen Wespentaille nicht sonderlich mögen. Dabei sind Wespen, die sich auch von Aas und Kadaver ernähren, ein wichtiger Gesundheitsfaktor in der Natur, da so dem Entstehen von Keimen und Krankheiten vorgebeugt wird.

Nützlicher, als viele Hobbygärtner ahnen!

Zudem ernähren sich Wespen als emsige Jäger von vielen Schädlingen, die uns ansonsten im Garten das Leben schwer machen. Die Tiere sind daher echte Nützlinge, die es zu schützen gilt:

Der NABU Landesverband Bremen plädiert daher dafür, Wespennester niemals mutwillig zu zerstören. Alte Nester vom Vorjahr würden ohnehin nicht wieder besiedelt und die Gefahr, die von Hornissen ausgeht, meist überschätzt.

Dennoch können uns Wespen, die sich bald bei jeder Gartenparty einstellen, die Freude am Frühstück oder dem Picknick im Garten gründlich vermiesen. Schließlich machen sich die wehrhaften Tiere auch über Kuchen und Marmeladenbrötchen her, so dass Stiche und Zwischenfälle häufig nahezu programmiert sind. Zumindest dann, wenn wir hektisch nach den Tieren zu schlagen beginnen. Gefragt sind vielmehr Ruhe und dezente Abwehrbewegungen, falls uns eines der Insekten Richtung Gesicht schwirrt.

Süßigkeiten und Deos locken Wespen magisch an!

Tatsächlich sind gerade Stiche im Mund und Rachen nicht ungefährlich. Wir müssen daher im Garten stets aufpassen, was wir uns in den Mund stecken. Da Wespen auch von Bier, Cola und süßen Getränken magisch angelockt werden, sollten wir Gläser stets abdecken. Vor allem sorglose Kinder benutzen am besten einen Strohhalm. Schließlich ist ein Stich in die Mundhöhle oder die Speiseröhre ein echter Notfall (unverzüglich die Rettung alarmieren!), da die Schleimhäute in Folge des Insektengiftes rasch anschwellen und dann die Atmung behindern. Falls vorhanden, versucht man durch das Lutschen von Eiswürfeln bis zum Eintreffen des Notarztes ein weiteres Zuschwellen zu verhindern.

Ähnlich dramatisch sind die Folgen, wenn eine Person mit einem allergischen Schock reagiert. Es gilt also, Attacken und Zwischenfälle zu vermeiden. Dazu gehört auch, dass die Tiere nicht durch unser Kosmetik- und Hygieneverhalten angelockt werden. Denn nicht nur Männer, sondern auch Bienen und Wespen finden süße Parfüms äußerst anziehend und folgen diesem „Lockruf“ unter unsere Kleidung:

Überkommt sie dann, eingezwängt zwischen Stoff und Körper, die Panik, wird unweigerlich gestochen!

Im Garten sollten wir also mit Parfüm und Deos eher sparsam sein und auch keine allzu farbenfrohen und blumigen Stoffe auswählen. Denn auch die könnten die schwarz-gelben Brummer irritieren und zu einer Landung animieren:

Wespen niemals reizen!

Auch Anpusten macht Wespen unnötig aggressiv. Stattdessen sollten wir unseren Kuchen und unser Fleisch rechtzeitig abdecken, damit erst gar keine (oder zumindest nur wenige) Wespen angelockt werden.

Auch Mülleimer können die stechenden Insekten in Scharen „herbeirufen“ und sollten daher rechtzeitig geleert werden.

Manche Experten empfehlen zudem eine kleine List: Denn ein Schälchen mit Bier, Sekt oder Apfelsaft, das in einer weit von der Terrasse entfernten Gartenecke platziert wird, kann die Tiere von unserem Gartentisch weglocken.

Bedenken müssen wir übrigens, dass auch unsere Haustiere nun leicht durch Wespen(stiche) in Gefahr kommen. Zum einen, wenn sie nach den wehrhaften Insekten schnappen, was für viele Hunde und Katzen leider ein natürlicher Reflex ist. Doch auch Bellos oder Miezes Futterschale könnte Wespen anlocken. Die verteidigen dann „ihr“ Futter und würden unseren Liebling stechen.

Hunde und Katzen sollten daher während der Wespensaison nicht im Freien gefüttert werden!

Wespen werden von Fleisch und süßen Speisen magisch angelockt und können uns damit das Picknick im Freien vermiesen …

… doch die Tiere machen sich auch als Schädlingsbekämpfer und Kadaververwerter nützlich!

 

Fotos: Peter Hoffmann

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