Landflucht

Wie werden wir in der Zukunft leben?

Die Landflucht ist heute sogar für Wörterbücher wie den Duden ein Thema:

Hier erklären die Autoren den Begriff als eine Wanderbewegung, die meist mit den besseren Arbeits- und Lebensbedingungen in unseren Großstädten zu tun hat.

Urbanisierung schreitet fort!

Die Folge ist eine verstärkte Urbanisierung, eine Ausbreitung städtischer Lebensformen, die heute weltweit, aber auch in Deutschland in vollem Gang ist.

Die Folge sind viele Klein- und Mittelstädte, die allmählich veröden. Im Umkehrschluss steigen die Miet- und Immobilienpreise in jenen Kommunen und Metropolen, die besonders gefragt sind.

Auch RTL aktuell befasste sich unlängst mit dieser Thematik und sprach dabei von einer Schere, die immer weiter aufklafft. Tatsächlich müssen die strukturschwachen Regionen heute um jeden ihrer Einwohner kämpfen, während in Großstädten wie Köln oder München der Wohnraum äußerst knapp ist.

Hier, längs des Rheins, im Schatten des Kölner Doms, sind daher Hausboote ein neuer Trend. Zumal beim Kauf eines Hausbootes Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer oder Notargebühren wegfallen.

Beim Hausboot verhalte sich ähnlich wie beim Kauf eines Wagens, erklärte auf VOX „mieten, kaufen, wohnen“-Makler Christian Petri seinen Kunden und bestätigt damit, dass hier, beim Wohnen auf dem Wasser, allein der Makler für seine Dienste entlohnt wird:

Machen wir es bald den Holländern gleich?

Bei unseren Nachbarn in Holland sind Hausboote daher schon länger ein Trend und können hier auch von Urlaubern gebucht werden. Ein Lebensgefühl, das nun auch die Domstadt Köln erreicht hat. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger befasste sich bereits mit diesem „Zuhause auf dem Wasser“ und sah darin, auch für Bremen, eine Vision der Zukunft, selbst wenn der Markt für Hausboote hierzulande derzeit noch klein ist.

Ideen gefragt:

Tatsächlich scheinen, aufgrund der Wohnraumnot in vielen Großstädten, Ideen und Visionen gefragter denn je zuvor. Auch die Welt orakelte daher schon einmal über das Aussehen der Städte der Zukunft und sieht dabei unter anderem in städtischen Farmen ein wichtiges Thema.

Ein Thema, mit dem sich auch die renommierte Wirtschaftswoche schon befasst hat. Hier geht man von städtischen Bauernhöfen aus, die hunderte Meter in den Himmel ragen, eine Idee, die auch als „vertical farming“ bekannt ist.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sieht in der urbanen Landwirtschaft und im urbanen Gärtnern ebenfalls einen wichtigen Ansatz und verweist dabei auch auf New York, wo schon länger mit mehrstöckigen Gewächshäusern oder auf den Flachdächern von Fabrikhallen experimentiert wird.

Freilich zeigt sich auch die Bundeshauptstadt Berlin in Sachen „Landwirtschaft der Zukunft“ am Puls der Zeit. Unter anderem machte hier nämlich bereits der TU-Dachgarten von sich reden.

Auch kommerzielle Stadtfarmen sind in Berlin schon länger aktiv; zudem kann sich hier jedermann und jede Frau in so genannten Mietbeeten austoben.

Berlins Stadtväter sehen darin, neben einer Verbesserung des Mikroklimas, dann auch eine verbessertes Verständnis für die Herkunft, den Anbau und den Wert von Lebensmitteln – ein Wissen und eine Wertschätzung, die gerade Großstädtern und deren Kindern rasch verloren geht!

Foto : Peter Hoffmann

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