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Wunderwelt Baum

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt!“ So soll es der libanesisch-amerikanische Dichter und Philosoph Khalil Gibran mal gesagt haben …

Doch Bäume sind weit mehr als Poesie und eine stets Muse für Kunstschaffende und Maler wie Gibran. Denn „Bäume sichern unser Überleben“, erklärte Bundesforstminister Christian Schmidt anlässlich des Internationalen Tag des Baumes:

Ohne Bäume kein Leben!

Der wurde bereits November des Jahres 1951 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Schließlich mahnte schon Alexander Freiherr von Humboldt: „Habt Ehrfurcht vor dem Baum – er ist ein einziges, großes Wunder!“

Tatsächlich haben Bäume insbesondere für unsere Tierwelt eine immense Bedeutung, sind ein Lebensraum für sich, in dem Vögel Nahrung und Quartier finden. Das liegt vor allem an dem Heer der Kleintiere und Insekten, die auf den Blättern und in der Rinde von Bäumen leben. So geht die Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft davon aus, dass allein an Sand- und Moorbirke über 160 verschiedene Insektenarten vorkommen: „Die Birken gehören damit nach den Weidenarten und den beiden Eichen zu den von Insekten am stärksten genutzten einheimischen Baumarten!“

Diese Insekten wiederum werden von den Vögeln gefressen und reguliert, so dass ein natürliches Gleichgewicht entsteht, das allenfalls durch uns Menschen gestört wird. Denn „ein Baum fällt schneller, als er wächst“, machte bereits Otto Baumgartner-Amstad, ein Schweizer Landrat, auf die rege Nutzung des Waldes durch uns Menschen aufmerksam. Und damit auch darauf, dass wir unseren Wäldern und Bäumen immer wieder schaden:

Wälder in Gefahr!

Tatsächlich werden Waldschäden und Waldkrankheiten heute bereits in allgemeinen Online Lexika wie Wikipedia beschrieben. Dazu zählen Sturmschäden, die vor allem in unseren Forstwäldern und Monokulturen oftmals schwere Schäden anrichten, aber auch Ernährungsstörungen oder aber – ganz im Gegenteil – eine Übersättigung mit Stickstoff.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald prangert zudem die Bedrohung unserer Wälder durch eine zunehmende Luftverschmutzung an, kennt aber auch temporäre Bedrohungen wie Trockenheit oder eine ungewöhnlich lange Frostperiode.

Gefahren und Schäden, die teils „hausgemacht“ sind und – letzten Endes – auch uns Menschen selbst in Gefahr bringen. Denn „aus Sonne, Wasser und dem Kohlendioxid der Luft erzeugen Bäume Sauerstoff, ohne den wir Menschen nicht leben könnten“, weiß Bundesforstminister Christian Schmidt und nennt beeindruckende Zahlen:

So produzieren die rund 130.000 Blätter einer 100 jährigen Eiche beispielsweise Sauerstoff für 17 Menschen. Zudem werden von diesem Baum alljährlich rund 50 Kilogramm Kohlendioxid gebunden!

Die Wälder in Deutschland entlasten die Atmosphäre damit jährlich um 52 Millionen Tonnen CO2 – das ist mehr, als die Metropolen Hamburg und Berlin pro Jahr ausstoßen.

Wir brauchen unsere Wälder daher zum Überleben. Der „Wald ist der größte Klimaschützer in unserem Land“, so Minister Schmidt. Der sieht hier auch einen umweltfreundlichen Rohstoff, durch den unter anderem fossile Brennstoffe ersetzt werden könn(t)en: „Dadurch wird die Klimawirkung von Wald und Holz insgesamt sogar mehr als verdoppelt.“

Tatsächlich hilft Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft dem Klima; es wird weniger Kohlendioxid freigesetzt und der Klimawandel abgebremst.

Wir haben also allen Grund dazu, die Bäume und unsere Wälder zu verehren oder zumindest hoch zu schätzen. Auch wenn die im waldreichen Deutschland scheinbar im Überfluss vorhanden sind. Denn in unseren Wäldern stehen, das jedenfalls ergab die Bundeswaldinventur 2014, rund 90 Milliarden Bäume. Und die müssen nicht nur im Urwald, sondern auch bei uns in Deutschland, geschätzt und geschützt werden. Hierzulande wurde der Waldschutztag daher bereits 1952 übernommen:

Damals pflanzten Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Robert Lehr, im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Der gehört zu den Rosskastaniengewächsen und wird häufig auch kommerziell, zur Möbelproduktion, genutzt. Bäume haben damit für uns Menschen vielfältigen Nutzen. Sie spenden Schatten und steigern den Erholungswert einer Landschaft. Sie versorgen uns mit Sauerstoff und, je nach Art, auch mit Früchten. Zudem sind sie Brennholz- und Baustofflieferanten … nein, wir Menschen könnten ohne Bäume nicht überleben!

Bäume sind beliebte Fotomotive … versorgen uns aber auch mit Brennholz und jenem Rohstoff, aus dem unsere Möbel gemacht sind.

Foto: Peter Hoffmann 

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