Zecke mit Zeckenzange

Zecken: Der Kampf gegen die lästigen Blutsauger geht in eine neue Runde!

Der Rundfunk Berlin Brandenburg fürchtet heuer ein Rekordjahr für Zecken und geht davon aus, dass, neben den bekannten „Zeckenhochburgen“ Süddeutschlands, auch andere Regionen in Gefahr sind …

„Die kleinen Sauger warten nicht nur beim Waldspaziergang oder in den Ferien, auch im heimischen Garten fühlen sie sich allzu wohl“, erklären (http://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20140514_2015/zecken.html) hier die Reporter.

Tatsächlich ist es so, dass die Blutsauger gerne mal, via Grashalm und offener Sandale, die menschlichen Hosenbeine hinauf steigen. Oder aber, wenn wir an Büschen und Sträuchern vorbeischlendern, von den Blättern auf uns „herab regnen“:

Gefahrenpotential nicht unterschätzen!

Vorsicht, Zeckenstiche“, warnt denn auch die Techniker Krankenkasse und geht davon aus, dass die Tiere zwischen März und Oktober besonders aktiv sind. Vor allem bei feuchter Witterung, während der trocken-heiße Hochsommer und / oder höhere Gebirgslagen bei den lästigen Blutsaugern eher verpönt sind.

Die TK empfiehlt daher, gerade in Waldgebieten Unterholz und hohe Gräser zu meiden. Nach einem Waldspaziergang, generell nach jedem Aufenthalt im Freien, sollte man dennoch sich und vor allem auch Kinder gründlich nach Zecken absuchen, besser noch duschen: „Findet man eine Zecke, ist diese sofort zu entfernen, ohne sie zu quetschen“, raten die Experten der Kasse.

So genannte Hausmittel wie Öl oder Klebstoff sind dagegen tabu, da die Zecke, in ihrem Todeskampf, nur noch mehr Erreger in die Wunde spuckt. Daher darf das Tier auch keinesfalls gequetscht (siehe oben) oder sonst wie drangsaliert werden, sondern sollte ohne viel Aufhebens mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte aus der Wunde gezupft werden.

Da Zecken kein Gewinde haben, ist die Drehrichtung dabei völlig egal!

Auch Haustiere sind in Gefahr:

Da gerade Haustiere, die nun mal „bodennah“ durch Wald und Flur streifen, auf Zecken wie ein Magnet wirken, macht die „Aktion Tier“ auf „brandneue Waffen gegen Zecken“ aufmerksam (http://www.aktiontier.org/index.php?m=2&id=1037&year=2014&UID=3db8fa11c8889beee521326cc2876d3a), die gerade rechtzeitig zur Zeckensaison auf den Markt kamen.

So gibt es, den Tierschützern zu Folge, seit Kurzem eine Zeckentablette für den Hund. Einmal geschluckt, wirkt die für drei Monate. Und das offenbar bei guter Verträglichkeit: „Gerade für Haushalte mit Kindern eignet sich die Tablettenvariante besser zur Zeckenprophylaxe als jedes Spot on-Präparat oder insektizide Halsband“, erklärt dazu Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der „Aktion Tier“ und selbst Mutter zweier Kinder.
Auch Katzenbesitzer können, so Hölscher, in Kürze aufatmen. Tatsächlich nämlich gab es lange Zeit lediglich einen zugelassenen Wirkstoff gegen die Blutsauger für unsere Samtpfoten. Gegen diesen hatten die Parasiten jedoch bereits Resistenzen entwickelt: „Deshalb kam es immer wieder zu Zeckenbissen, obwohl der Besitzer das Abwehrmittel gegen Zecken gewissenhaft aufgetragen hatte“, weiß Hölscher aus der Vergangenheit.

Ein naturgegeben unbefriedigender Zustand für Tierarzt und Halter. Doch auch hier ist, wie Hölscher erklärt, nun Land in Sicht. Denn das neue Präparat für Katzen enthält nicht nur den alten Wirkstoff, sondern ist eine Kombination aus mehreren Medikamenten: „Damit wirkt das Mittel nicht nur gegen Zecken und Flöhe besser als herkömmliche Zubereitungen, sondern genialer Weise auch noch gegen die meisten Wurmarten gleich mit!“

Wer sein Haustier schützt, schützt sich selbst:

Tatsächlich sollte uns Bello oder Mieze, schon im eigenen Interesse, diese Investition wert sein. Denn Zecken, die sich noch eine geeignete Stelle zum Saugen suche, könn(t)en aus dem Tierfell auf uns Menschen überspringen.
Zeckenprophylaxe bei unseren Haustieren bedeutet daher auch mehr Schutz für uns Menschen!

Foto: Peter Hoffmann

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