Zecke mit Zeckenzange Nahaufnahme 2

Zeckenplage: Nun werden die lästigen Parasiten wieder munter!

Laut Auskunft der „Aktion Tier“ in Berlin sind Zecken gerade heuer ein ganz großes Thema …

Ein Thema, in das nicht nur Forstarbeiter, Wanderer und Eltern, sondern auch wir Hundehalter involviert sind:

Der Frühling bringt sie an den Tag!

Denn auch unsere vierbeinigen Lieblinge können von den lästigen Blutsaugern infiziert werden.

Die sind gerade jetzt, in der feucht-warmen Frühlingsluft, besonders aktiv. Trocken-heiße Sommer bremsen die Parasiten dagegen aus, ebenso wie Hochgebirgslagen, in denen Zecken kaum ein Thema sind.

Doch im Flachland und gerade jetzt im Frühling ist es so schlimm wie schon lange nicht mehr, erklärt die „Aktion Tier – Menschen für Tiere“ und rät dazu, „Bello“ zu schützen. Denn mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Aktivität der ungeliebten Blutsauger wieder an!

Dabei haben Tierhalter nach Auskunft von Dr. Tina Hölscher heute die Wahl zwischen Tabletten, Halsbändern und Präparaten, die auf die Haut geträufelt werden. Präparate, die – letzten Endes – auch uns Menschen zu Gute kommen. Denn Hölscher zufolge bedeutet ein Schutz des Haustieres auch eine Zeckenprophylaxe für uns Menschen: „Zecken heften sich an die Haustiere an und krabbeln etwa einen Tag lang auf deren Körper herum, bevor sie wirklich zubeißen. In diesem Zeitraum passiert es daher häufig, dass sie beim Schmusen oder Streicheln vom Tier auf Herrchen oder Frauchen überwechseln“, weiß die Tierärztin.

Auch wir Menschen sind gefährdet!

Und das ist nicht ohne Gefahr. Denn Zecken können unsere Haustiere wie auch Menschen infizieren.

Selbst „Focus Online“ befasst sich daher mit dieser Thematik und zitiert in diesem Zusammenhang Herbert Lohner vom BUND. Der erklärt, dass die blutsaugenden Spinnentiere oftmals an Mäusen andocken und so den Winter überstehen: „Wenn der Winter weniger hart ist, überleben mehr Mäuse und deshalb gibt es potenziell mehr Zecken“, zieht der Experte für das Polit-Magazin Focus (s) eine Bilanz.

Damit erklärt sich dann auch das derzeit hohe Zeckenvorkommen, das die „Aktion Tier“ sogar zu einem Zeckenalarm veranlasst hat!

Krankenkassen warnen:

Der treibt auch die Krankenkassen um. Tatsächlich bestätigt nämlich auch die Techniker Krankenkasse, dass die Blutsauger meist bereits ab März aktiv sind. Übertragen würden dann vor allem die Borreliose sowie die gefürchtete Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems, die 2013 laut Robert Koch-Institut rund 400 mal erfasst wurde.

Freilich können auch bei der Lyme-Borreliose dauerhafte Organ- und Gelenkschäden sowie Probleme am Nervensystem auftreten, so dass Vorbeugen und Vorsicht oberste Priorität haben. Dazu gehört auch, dass der Körper nach Aufenthalten im Freien penibel kontrolliert wird.

Dabei dürfen wir auch die Zehenzwischenräume und die Leistengegend nicht vergessen, da sich die Blutsauger an den unmöglichsten Körperstellen festsaugen!

Wer nach dem Joggen oder der Gartenarbeit duscht, hat übrigens gute Chancen, mögliche Parasitzen wegzuspülen, da die Zecken auch auf der menschlichen Haut, auf der Suche nach einer ihnen zusagenden Haut- und Einstichstelle, länger umherkriechen:

„Beißt doch einmal eine Zecke einen Zweibeiner, sollte diese nach dem Entfernen unbedingt aufbewahrt werden“, raten übrigens die Aktion Tier und Dr. Hölscher. Entwickelt sich nach dem Biss nämlich die gefürchtete Wanderröte auf der Haut, hat man so die Möglichkeit, den Parasiten auf Krankheitserreger wie Borrelien untersuchen zu lassen: „Ohne Untersuchungsobjekt in Form der Zecke muss der Mensch dagegen auf Verdacht sechs Wochen lang hochdosiert Antibiotika schlucken!“

Auch bei unseren Haustieren muss de festgesaugte Parasit natürlich zügig und ohne den Zeckenkörper allzu sehr zu quetschen (denn dabei würden vermehrt Krankheitserreger unter die Haut gepresst!) entfernt werden. Am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte.

Auf keinen Fall darf man dagegen versuchen, die Zecke mit Klebstoff oder Öl abzutöten. Denn auch in diesem Fall würde der im Todeskampf befindliche Blutsauger vermehrt Krankheitserreger absondern!

Nun lauern Zecken wieder in niedrigen Büschen und im hohen Gras!

Zecken sollten möglichst zügig und mit geeignetem „Werkzeug“ entfernt werden!

Fotos: Peter Hoffmann

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