Schaeferhund Weisser

Zunächst geliebt, dann weggeworfen?

Bereits mehrfach machte der Deutsche Tierschutzbund auf eine traurige Tatsache aufmerksam, erinnerte an die unzähligen Haustiere, die just zur Ferienzeit ausgesetzt werden:

„Tausende Haustiere, allen voran Hunde und Katzen, werden Jahr für Jahr in den Sommermonaten ausgesetzt“, erklären die Tierschützer und fürchten, dass auch heuer die Heime nach dem Ende der Urlaubs- und Reisezeit wieder prall gefüllt sind.

Oft endet das Abenteuer mit dem Tod!

Wobei viele der ausgesetzten Tiere auch den Tod finden oder zumindest schwer verletzt werden. Denn gerade längs der Autobahn und an den Raststätten, wo Hunde „bevorzugt“ entsorgt werden, ist die Unfallgefahr natürlich groß.

Selbst das Polit-Magazin Focus befasste sich schon mit dieser Thematik und titelte mit „Endstation auf der Autobahn“.

Tatsächlich sind, nach Weihnachten, die großen Ferien jene Zeit, in der die meisten Haustiere ausgesetzt werden.

Politiker besorgt:

Auch Saar-Umweltminister Reinhold Jost sieht hier ein großes Tierleid und eine traurige Realität.

Ein Vergehen, das nicht nur herzlos, sondern auch schlichtweg kriminell ist: „Tiere einfach auszusetzen ist kein Kavaliersdelikt. Nach dem Tierschutzgesetz drohen jedem, der ein Tier vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro und in besonders schlimmen Fällen eine Freiheitsstrafe!“

Tiere auszusetzen ist damit eine echte Straftat. Doch die kann natürlich nur dann geahndet werden, wenn die Missetäter auch aufgespürt werden.

Tierheime überfordert:

Für die ausgesetzten Tiere selbst sind dann die Tierheime erste Anlaufstation und ein großes, jedoch selten ideales Auffangbecken. Denn gerade während der Urlaubssaison ist die Situation hier meist prekär. So sieht Jost in den vier saarländischen Einrichtungen bereits jetzt einen akuten Platzmangel und Futternot; viele Stunden Mehrarbeit für die Mitarbeiter „inklusive“:

„Ich appelliere daher an alle Haustierbesitzer, frühzeitig bei der Urlaubsplanung nach einer geeigneten Betreuungsstelle für das Haustier zu suchen, wenn die Tiere nicht mit in den Urlaub genommen werden!“

Dabei können die Tierschutzvereine, aber auch die Landesbeauftragten für Tierschutz mit Adressen und Informationen helfen. Wer dennoch ein

herrenloses Tier auffindet, sollte, Jost zu Folge, ein nahegelegenes Tierheim oder die Polizei anrufen und bis zum Eintreffen der Helfer auch an seinen eigenen Schutz denken. Das heißt: Berührungen oder Kontakt mit dem Fundtier möglichst vermeiden.

Denn die ausgesetzten Hunde oder Katzen könnten aus Unsicherheit und unter dem hohen Stresslevel zuschnappen oder kratzen!

Viele vorher ach so geliebte Haustiere werden während der großen Ferien einfach „weggeworfen“! 

Foto: Peter Hoffmann

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