Zunehmende Wildunfälle zwingen Natur- und Tierschützer zum Handeln!

Bereits allgemeine Online Lexika wie Wikipedia bestätigen, dass bei manchen Tierarten der Straßenverkehr längst die Todesursache Nummer 1 ist:

Dinge, die für einige Wagenlenker oder die Versicherungswirtschaft „nur“ lästig erscheinen mögen, werden damit für manche Tierarten, insbesondere auch Kleintiere wie Amphibien, nahezu existenzbedrohend.

So geht (http://www.amphibienschutz.de/schutz/amphibien/amphibienschutz.htm) der NABU davon aus, dass bereits bei einer Verkehrsdichte von 60 Autos pro Stunde 90 Prozent der wandernden Erdkröten in den Tod krabbeln. Regelrecht platt gewalzt, können viele dieser Tiere noch eine geraume Zeit leben, ehe sie schließlich einen qualvollen Tod sterben.

Straßen werden zur Todesfalle!

Auch der Sender VOX befasste sich daher bereits mehrfach mit dieser Thematik und schickte (http://www.vox.de/medien/sendungen/hundkatzemaus/205d6-104a9b-5ddf-15/die-themen-naechste-woche.html) unter anderem Hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn mit den Rettern auf Tour.

Die geraten nicht selten selbst in Gefahr, während sie die Amphibien einsammeln und über die Straßen tragen. Tatsächlich gab es auch schon Verletzte und Tote unter den Helfern!

Freilich sind es nicht nur die Kröten, die unter unserem dicht ausgebauten Straßennetz zu leiden haben. Denn auch Füchse oder Marder ereilt immer wieder ein trauriges Schicksal unter den Reifen. In den Statistiken erscheinen sie dann als so genanntes Fallwild.

Selbst die Jäger der Lüfte sind in Gefahr

Dass selbst Greifvögel dem Ungetüm Auto hilflos ausgeliefert sind, bestätigt (http://nrw.nabu.de/themen/jagd/greifvoegel/) in diesem Zusammenhang der NABU Nordrhein-Westfalen. Ja, auch Unfälle an Strommasten und Windkraftanlagen sowie Todesfälle durch Zusammenstöße mit Landmaschinen oder im Straßenverkehr würden durchaus erhebliche Verluste nach sich ziehen!

Über Schutzmaßnahmen muss daher an ganz unterschiedlichen Fronten sowie von allen möglichen Interessenvertretern und Naturschutzgruppen nachgedacht werden. Was dann mitunter Aktionen auslöst, die aufs Erste kurios wirken:

Doch am Müggelseedamm in Berlin-Friedrichshagen schwingen sich nun Eichhörnchen wie Tarzan an einem Seil durch die Lüfte. Wirklich wie Tarzan? Nein, das nun gerade nicht. Doch hier wurde, wie die Aktion Tier berichtet (http://www.aktiontier.org/index.php?m=8&admin=free&id=136&sub=1010&), Anfang März das Projekt „Eichhörnchenseil“ gestartet:

Eine Brücke für Eichhörnchen

Dabei handelt es sich um ein gut 20 Meter langes und 40 Millimeter starkes, hanffarbenes Kunststofftau, das in einer Höhe von ca. 9 Meter an zwei Straßenbäumen angebracht ist: „Wir hoffen, dass die Hörnchen schnell diese sichere Überquerungsmöglichkeit entdecken und dann auch rege nutzen“, erklärt dazu Ursula Bauer von der Aktion Tier in Berlin.

Dazu haben die Tierschützer jeden Zielbaum zusätzlich mit Lockfutter wie Nüssen und Samen präpariert und wollen den hoffentlich regen „Verkehr“ auch mit einer Videokamera dokumentieren.

Auf jeden Fall sieht Diplom-Biologin Bauer für rückläufige Unfallzahlen nun gute Chancen. Denn „befinden sich an Straßen beidseitig Bäume, deren Äste sich berühren, wählen Eichhörnchen zum Überqueren immer den Weg von Ast zu Ast!“

Da diese natürliche Möglichkeit am Müggelseedamm eben nicht bestand, haben die Tierschützer nun kurzerhand nachgebessert und hoffen, zukünftig dort, wo bis dato zahlreiche Eichhörnchen den Tod fanden, nunmehr tierisches Leben zu retten.

Denn tatsächlich haben sich, der Aktion Tier zu Folge, solche Eichhörnchenbrücken in England und Amerika schon bewährt. Und kosten nicht die Welt. Denn das Seil kostet gerade mal 500 Euro, eine fachgerechte Anbringung ca. 1.500 Euro sowie die notwendige jährliche Sicherheitskontrolle rund 500 Euro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *